Familienunternehmen Betonwerk Müller schaut optimistisch in die Zukunft

Willi Stächele und Zweitkandidatin Rosa Karcher besuchen Acherner Unternehmen

27.08.2020
Geschäftsführer Joachim Strack (Mitte) mit Willi Stächele, Hubert Wicker, Rosa Karcher (rechts) und Acherns OB Klaus Muttach (3.v.l.) beim Rundgang im Betonwerk Müller.
Geschäftsführer Joachim Strack (Mitte) mit Willi Stächele, Hubert Wicker, Rosa Karcher (rechts) und Acherns OB Klaus Muttach (3.v.l.) beim Rundgang im Betonwerk Müller.

Stippvisite im Betonwerk Müller: CDU-Spitzenkandidat Willi Stächele und Zweitkandidatin Rosa Karcher besuchten Firmen und Vereine in Achern und Umgebung.

Schwerpunktthema der diesjährigen Sommer-Fahrradtour des Landtagsabgeordneten Willi Stächele durch seinen Wahlkreis waren die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Vereinsleben. Begleitet wurde der CDU-Direktkandidat diesmal von der Präsidentin des LandFrauenverbands Südbaden, Rosa Karcher. Karcher ist die zweite Kandidatin auf der Liste der CDU für die Landtagswahl im März. Ebenso mit unterwegs: Hubert Wicker, Präsident der Führungsakademie Baden-Württemberg und ehemaliger Chef der Staatskanzlei.
Auf seiner zweitägigen Tour durch Stadt und Land machte das Trio unter anderem im Betonwerk Müller in Achern halt, um sich zu informieren, wie stark das Werk von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen ist. Das Unternehmen, das 2008 von Großweier ins Gewerbegebiet Heid gezogen ist, stellt Beton-Fertigteile her. „Während des Lockdowns sind unsere Märkte in Luxemburg und Frankreich eingebrochen“, berichtete Geschäftsführer Joachim Strack. Die Baustellen hätten dort im März und April „komplett flachgelegen“. Im Gegensatz zu Deutschland: „Hier haben die Leute durchgeschafft“, so Strack. Ein Glück für das Unternehmen, das seine Kanalrohre, aber auch Swimmingpools, Sonderbauwerke oder Fahrradboxen, wie sie an vielen Bahnhöfen zu finden sind, zum größten Teil in der Region absetzt.
Das Familienunternehmen, das 1887 von Wilhelm Müller gegründet wurde, sieht deshalb recht optimistisch in die Zukunft. Strack plant, östlich der bereits bestehenden Mischanlage eine zweite zu bauen. Mit 250 Tonnen Beton am Tag habe die alte Halle ihre Kapazitätsgrenze erreicht. „Mit der neuen Anlage können wir die Kapazitäten verdoppeln“, sagte Strack. Gesamtkosten der Investition: vier Millionen Euro. Der Bau soll in den kommenden zwei Jahren erfolgen.
Von der Politik wünscht sich Strack mehr Investitionen in die Infrastruktur, ganz gleich, in welche. Im Vergleich zu Frankreich zum Beispiel sei der deutsche Personenfernverkehr der Bahn eine Katastrophe, sowohl was die Zugausfälle als auch die Bündigkeit der Anschlüsse betreffe. Der Landtagsabgeordnete Willi Stächele äußerte Verständnis und verwies darauf, dass die Durchsetzbarkeit von Bauvorhaben in Deutschland oft ein Problem wäre. Ebenso warnte er vor der Überzeugung, dass der Staat in der Krise schon alles richten werde. „Mehrere ‚Wumms‘ wird es nicht geben können, jedenfalls nicht ohne zwischendrin immer wieder zu konsolidieren“, sagte Stächele und mahnte, jetzt schon die Weichen für eine Zukunft zu stellen, die nicht der nächsten Generation alle Lasten der Corona-Krise aufbürdet.