Willi Stächele MdL
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02.09.2019, 11:18 Uhr
70 Jahre Oberkircher Weinfest - herzlichen Glückwunsch!

Oberkircher Weinfest 2019

Mehr als die Hälfte dieser wunderschönen Wein-  und Volksfeste habe ich besuchen dürfen. Und es ist mir nicht schlecht bekommen!

Ein ganz schwerer Start 1981:  herausgeputzt und freundlich lächelnd saßen wir fünf Bürgermeisterkandidaten bei jeder der  Veranstaltungen.

1982 konnte ich dann als Bürgermeister mitgestalten. Der Oberkirch-Abend wurde geboren und gleich  damit die erste große Benefizveranstaltung für das Projekt Altenzentrum Oberkirch. Mit Paola  und Kurt Felix, dem damals weltberühmten Ricky King, alle von  Werner Kimmig herbeigeholt, füllte sich unsere große Sammelbüchse mit den ersten 24.000 DM.

Gleichzeitig die Frage, wie man den leeren Samstagnachmittag beleben könnte. Und dann die Idee: Unsere jung gebliebenen Senioren haben einen besonderen Festnachmittag  verdient: bunte Unterhaltung, frohe Begegnungen und schließlich die beliebte Seniorenmedizin.

Zu dem Zeitpunkt auch die Überlegung, eine Renchtäler Weinprinzessin  zu küren. Marita Vollmer aus Nesselried und dann Petra Breithaupt , damals aus Stadelhofen, fassten als erste den Mut. Noch hatte es ein Stück Solidarität als Rathausmitarbeiter gebraucht. Nach ersten guten Erfahrungen wurde es einfacher, Bewerberinnen zu gewinnen. 

Brilliant das Team um Hermann-Josef Müller, das immer wieder neue Programmideen servierte, aber auch unser wertvoller Kassenwart und Arbeitskollege Roland Vogt, der mir beim sonntäglichen Abendrundgang erste Zwischenbilanz machte.

In dankbarer Erinnerung, unvergessen „Hä“. Mit seinem Weinfestpullover und dem kleinen Notizblock immer auf der Suche nach Weinfestsplittern für die ARZ. Sie allein wären schon eine Chronik der Weinfeste zum Schmunzeln.

Schmunzelnd und dankbar erinnere ich mich an Kurt Kautz  und die Freunde vom Schäferfundeverein, die mit stadtbekannter Gründlichkeit die Nachtwache übernommen hatten. Auch  Feuerwehr und Rotes Kreuz leisteten ihren wertvollen Beitrag, sodass jedes Jahr eine echte bürgerschaftliche Gemeinschaftsleistung entstand.

Dankbar für  finanziellen  Beitrag von Winzergenossenschaft und Weinhaus Renner für den Winzernachmittag am Sonntag. Ein Dankeschön an die, die mit großem Einsatz für Erfolg im Rebberg und Keller sorgten. 

Und die  Familie Hahn mit ihrem Vergnügungspark - von Anbeginn mit dabei, gehörten einfach dazu. Den liebenswürdigen  Senior habe ich immer schaffig am Kassenschalter der Box-Autos getroffen und mit dem Sohn regelmäßig am ruhigen Sonntagabend ein Fläschchen Klingelberger getrunken.

Natürlich trauen wir ein bisschen dem Weinrundzelt nach. Zu später Stunde wurde es immer enger, was beim dritten Rundlauf um die Weinsortenausgabe hilfreiche Stabilität gab. Und bei jedem Sortenrundgang immer wieder neue fröhliche Gesichter, ein lustiger  Weinplausch mit Einheimischen und Gästen. 

Es war ein Fest der Begegnung für die Oberkircher, aber auch für so viele „Ausgewanderte“, die zum „Heimaturlaub" und zum Treff mit alten Schulkameraden herbei eilten.

Ich habe das Fest als Bürgermeister in besonderer Weise genossen:  nah bei den Menschen und dem herzhaften „in vino veritas", bei spätnächtlicher Spätburgunder-Aussprache! Das kameradschaftliche Du für die Weinfesttage inbegriffen.

Gerne wünsche ich uns allen eine gute Weinfest-Zukunft. Die menschlichen Begegnungen sind wichtiger denn je, und digital am Weinstand süffeln und plauschen geht so nicht.

Auf schöne Weinfesttage und zum Wohl!