Willi Stächele MdL
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21.08.2019, 15:29 Uhr
Willi Stächele auf traditioneller Sommer-Fahrradtour
Viele interessante Eindrücke und Gespräche

Bei seiner traditionellen Sommer-Fahrradtour konnte der Landtagsabgeordnete Willi Stächele wieder viele Eindrücke erhalten und viele interessante Gesprächspartner kennenlernen. Willi Stächele führt diese Tour schon seit mehr als 10 Jahren in seinem Wahlkreis durch und wurde in diesem Jahr schon zum wiederholten Mal von Hubert Wicker, dem Präsidenten der Führungsakademie Baden-Württemberg, begleitet.

Gleich zu Beginn besuchte die Fahrradgruppe den Malerbetrieb von Rolf Hauser in Sasbach. Betriebsinhaber Rolf Hauser machte deutlich, dass sein Unternehmen rund 80% seiner  Aufträge von Privatkunden erhält und sich nur wenig an Ausschreibungen der öffentlichen Hand beteiligt. „Handwerksmeister wie Rolf Hauser engagieren sich nicht nur für ihre Betriebe und Mitarbeiter“, so Willi Stächele, „sie sind auch ein Vorbild im kommunalen Ehrenamt“. So engagiert sich Firmeninhaber Rolf Hauser seit mehr als 20 Jahren im Gemeinde- und Ortschaftsrat und begleitet auch schon seit vielen Jahren das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters in Sasbach. Er freue sich, so Willi Stächele weiter, dass mit Vater Rudi Hauser und Sohn Felix 3 Generationen vor Ort sind. Auch freue er sich, dass auch Bürgermeister Gregor Bühler zu diesem Besuch dazugekommen war. Willi Stächele und Hubert Wicker waren gerne bereit, sich in das „Goldene Buch“ der Gemeinde Sasbach einzutragen.

Städte und  ländlicher Raum stehen in einem  Spannungsfeld  von demografischem Wandel und Ressourcennutzung. Stächele will für den ländlichen Raum neue Schwerpunkte setzen. „Der ländliche Raum hat Potenzial, das mehr gestärkt werden muss“, so sein Fazit. Deutlich machte Willi Stächele abschließend jedoch auch, dass der ländliche Mittelstand und die Handwerker  sich zu Wort melden müssen, um die Entwicklung der Förderprogramme für den ländlichen Raum nachhaltig zu gestalten und zukunftsfähig zu machen. Dieses Erfolgsmodell muss weitergeführt und genutzt werden. Nimmt doch der Wandel der Lebensverhältnisse an wachsender Bedeutung zu. 

Mit dem Fahrrad ging es durch die Obstplantagen Oberacherns weiter nach Kappelrodeck, wo am Marktplatz schon eine ansehnliche Besucherzahl auf die Fahrradgruppe wartete. Bürgermeister Stefan Hattenbach begrüßte gemeinsam mit Ortsvorsteher Johannes Börsig, Ortschafts- und Gemeinderäten die Teilnehmer der Radgruppe in der Gemeinde. Er umriss aus kommunaler Sicht eines Bürgermeisters einige aktuelle Herausforderungen des Ländlichen Raumes, von der Ertragssituation und Bürokratisierung der Landwirtschaft, über Breitbandausbau, Gesundheitsversorgung und dem Megathema Mobilität.

Drei Vertreter der IG Steinbrucherweiterung Waldulm, die sich gegen die Erweiterung auf Grundstücken der Stadt Renchen entlang der Waldulmer Gemarkungsgrenze in der vom Betreiber beantragten Ausdehnung wehren, erläuterten Willi Stächele das Ausmaß des Vorhabens und ihre Sorgen und Bedenken. Der Über-Tage-Steinbruch soll beispielsweise in eine Tiefe ausgebeutet werden, die rund 30 Meter unter der Ortslage Waldulms und unter der Sohle des Fautenbachs liegen wird. Stächele bedankte sich für die offenen Worte und  riet dazu an, eine Moderation durchzuführen, damit unter Beteiligung der Stadt Renchen auf deren Gemarkung sich das Grundstück befindet, dem Steinbruchbetreiber und Vertretern der Waldulmer Bürgerschaft eine rechtlich dauerhaft bindende Kompromisslösung erreicht werden könnte. Ein Vorschlag, für den er bei Kappelrodecker und Waldulmer offene Türen vorfand. Um das Thema Mobilität drehte sich auch das Anliegen eines Bürgers aus Ottenhöfen- als Berufspendler fürchtet er bei einer Bemautung des PKW-Verkehrs eine starke finanzielle Belastung. Insbesondere im Ländlichen Raum habe man nicht die Möglichkeit, einfach auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Willi Stächele stellte klar, dass derartige Einnahmen der Finanzierung der Infrastruktur dienen. Aber auch ihm sei wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger, die aus beruflichen Gründen nicht auf das Auto verzichten können nicht noch weiter belastet werden, sondern aus seiner Sicht eine  Kompensation über die Steuer zu schaffen sei.

Mit diesen Anregungen im Gepäck ging es -begleitet von einigen Kappelrodecker Radlern- weiter nach Oberkirch ins Schützenhaus, wo die Radgruppe von vielen Interessierten empfangen wurde. Auch Oberbürgermeister Matthias Braun war zu der etwa 2-stündigen Runde dazu gekommen. Bei der Runde mit Kaffee und Kuchen wurde präsentierte sich der Schützenverein, dessen Mannschaften es bis in die 2. Bundesliga geschafft haben. Die Vertreter stellten das Schützenhaus vor, bevor es zu einem kleinen „Preisschießen“ kam, bei der die 3 Teilnehmer, die zielsicherer als Willi Stächele waren, sich über eine Flasche Wein freuen können. Willi Stächele nahm auch einige Fragen und Anregungen mit, um diese Dinge im Nachgang klären zu können.

Die letzte Etappe führte die Teilnehmer nach Appenweier-Urloffen wo die Firma Leitwerk AG das Besuchsprogramm des ersten Tages abrundete. Aufsichtsratschef Frank Neu und Vorstandsvorsitzender Rico Siefermann begrüßten die Teilnehmer und den Appenweierer Bürgermeister Manuel Tabor und stellten die Unternehmungen der „Leitwerk – „qfox“- Gruppe“ vor, die mittlerweile an 7 Standorten mit knapp 400 Mitarbeitern rund 70 Mio. € Umsatz erzielt. Nach der ausführlichen und sehr spannenden Präsentation der Unternehmensgruppe gingen die Teilnehmer noch zu derzeit entstehenden Neubau eines Rechenzentrums bei dem die LEITWERK AG und das E-Werk Mittelbaden AG & Co. KG ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam einen Verbund von zwei hochsicheren und hochverfügbaren Rechenzentren für die Region anzubieten. Beindruckend waren die sicherheitsrelevanten Dinge, die der Geschäftsführer der LEITWERK Rechenzentren Appenweier GmbH. Dr. Jürgen Thoma, den Besuchern bei einer Besichtigung dieses derzeit für einen 2-stelligen Millionenbetrag entstehenden Rechenzentrums vorstellte. Sehr umfassend informiert ging für die Teilnehmer der Sommer-Fahrradtour der erste Tag zu Ende.

Am zweiten Tag wurde – vor dem Hintergrund der Probleme in den Freibädern des Hanauer Landes – als erstes Ziel das Schwimmbad in Renchen angefahren. Glücklicherweise wusste der Bademeister zu berichten, dass Vorkommnisse wie in den Freibädern im Bereich des Hanauer Landes hier nicht zu verzeichnen sind. Die Disziplin sei gewährleistet und die eine oder andere Unregelmäßigkeit könnte auch im direkten Gespräch beseitigt werden. Eine Frage wäre immer wieder natürlich die geeignete Badekleidung. Aber auch dies wäre mit entsprechenden Gesprächen und klarer Haltung zu regeln. Stächele zeigt sich beeindruckt von der Anlage und bewunderte das Einbinden des Mühlbachs der durch das Gelände verläuft. Auch der neu geschaffenen Kleinkinderbereich sowie Sprungtürme und Rutschbahn sowie die vielen Schatten spendenden alten Bäume sehe er auch sehr ansprechend für das Gesamtbild. Bürgermeister Bernd Siefermann zeigt der Gruppe um Willi Stächele die Weiterentwicklung auf der sogenannten Freizeitinsel. Hoch interessiert war Stächele an dem neu neuen im Bau befindlichen mehr Generationenplatz. Er würdigte die Idee als moderne Zukunftskonzeption, wo es darum ginge zwischen den Generationen Berührungen zu schaffen unter dann dort auch Gespräche und gemeinsame Aktionen  anzuschieben.  Dass diese Maßnahmen vorwiegend vom Renchener Bauhof gebaut werden, sei auch nicht alltäglich. Bürgermeister Bernd Siefermann bat Stächele um Vermittlung bei zwei anstehenden Brückensanierungen im Bereich der Stadt Renchen. So sagte Stächele zu, sich beim Regierungspräsidium Freiburg danach zu erkundigen, weshalb eine nun anstehende Brückensanierung dadurch blockiert werde, da derzeit keine Förderzusage zu erhalten sei. Beginne man vorher mit der Sanierung wäre eine Förderung verwirkt.

Die letzte Station der diesjährigen Fahrradtour war dann die Firma Ernst Umformtechnik in Oberkrich-Zusenhofen, wo die Radgruppe sowie Oberbürgermeister Matthias Braun und der stellvertretende Ortsvorsteher Markus Grimmig von Geschäftsführer Matthias Ernst begrüßt wurden. Matthias Ernst stellte die Firma, die 1970 von seinem Vater Egon Ernst gegründet wurde und heute auch über Niederlassungen in Frankreich, den USA und China weltweit vertreten ist. Es entwickelte sich eine sehr interessante Diskussion über die Auswirkungen der Elektromobilität auf die Zulieferfirmen. Matthias Ernst zeigt sein Unternehmen jedoch als sehr zukunftsfähig aufgestellt, die schon frühzeitig auf solche Entwicklungen reagiert habe. Beeindruckend waren die Pressen, beim anschließenden Rundgang durch die Produktion. Von der kleinen Presse mit einer Leistung von 100 Tonnen bis zur Presse mit einer Leistung von 1.500 Tonnen konnte man sehen, welche Werkstücke hier gefertigt werden. Derzeit, so Matthias Ernst, entstehe eine weitere Produktionshalle, in der dann eine Presse mit einer Kraft von 5.000 Tonnen aufgebaut werde.

Abschließend so, Willi Stächele, war es wieder sehr interessant und lehrreich bei der diesjährigen Radtour. Nicht nur Firmenbesuche standen auf dem Programm sondern auch die Begegnung mit den Bürgerinnen und Bürgern unten dem diesjährigen Motto „Was ich Willi Stächele schon immer einmal sagen wollte“ waren „das Salz in der Suppe“ dieser traditionellen Fahrradtour durch seinen Wahlkreis.