Sofortbürgschaften für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten

Beantragung ab 15. Juli möglich

10.07.2020
Sofortbürgschaften für kleine Unternehmen
Sofortbürgschaften für kleine Unternehmen

Das Wirtschaftsministerium stellt gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit.

Ab 15. Juli können Unternehmen die Bürgschaften beantragen. Dadurch sollen die teils verheerenden Folgen der Corona-Krise für die Firmen im Land abgemildert werden. Insbesondere kleine Betriebe sind stark beeinträchtigt und durch fehlende Liquidität in ihrer Existenz bedroht. Der KfW-Schnellkredit des Bundes steht jedoch nur Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung. Diese Lücke wird nun mit dem erweiterten Angebot bei der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg geschlossen. Das neue Instrument ist flexibel und wurde auf die besonderen Bedürfnisse der kleinen Firmen zugeschnitten.
Unternehmen können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen. Über das Portal www.ermoeglicher.de können sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. Damit haben Unternehmen, die noch nicht über eine Hausbank verfügen, die Möglichkeit, ihre Anfrage online und bankenunabhängig zu stellen. In diesen Fällen kann die Bürgschaft auch auf 100 Prozent erhöht werden.
Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung (bis max. 125.000 Euro) kann sie auf Wunsch 100 Prozent Bürgschaft erhalten.

Foto: Andreas Hermsdorf (pixelio.de)